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Nur für starke Nerven.

Auf so manch inkompetente Vorgehensweise haben wir Ihnen schon einen kleinen
Vorgeschmack gegeben.
Nun wollen wir Ihnen einen kleinen Auszug an Horrorszenarien näher bringen, die uns im Laufe
unserer langjährigen Tätigkeit tatsächlich untergekommen sind.
Es handelt sich dabei um Fälle bzw. Steuergeräte die nach vorgenommenen Tuning- und/oder Reparaturversuchen von so manchem dilettantischen Mitbewerber, meist zusammen mit einem verzweifelten Besitzer, bei uns gelandet sind.


Das Löten will gelernt sein:

 

Im Vergleich dazu: Ein korrekt gelöteter Speicher:

 

Abgerissene Lötpads:


Wasser und Elektronik vertragen sich bekanntlich nicht besonders gut.
Hier wurde die Dichtmasse am Rand des Steuergerätes entfernt.
Der "Tuner" war wohl der Meinung, diese sei überflüssig.


Dass dieses Fahrzeug damit keinen Mucks mehr gemacht hat versteht sich von selbst.
Einen Fehler wollte der Tuner bei dieser Glanzleistung nicht eingestehen.
Der Kunde blieb mit den Kosten eines neuen Steuergerätes (1.200,- EURO exkl. Einbau) auf der Strecke.



 

Der Fall XY in Z

Da ein Kunde seinem Anbieter vorhielt, dieser biete im Gegensatz zu XY aus Z keine Umschaltbarkeit des Tunings an, ließ der Anbieter diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen und machte sich ans Werk.
Die Vorgehensweise von 2 solcher Kandidaten zeigen wir hier auf.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es unseres Wissens nur 2 Lieferanten weltweit gibt, die diesen Wunsch tatsächlich so bauen können, dass es auch zuverlässig funktioniert.


Kandidat 1 löste die Anforderung "höchst elegant".
Zuerst entfernt man den Stopfen im Gehäuse des Steuergerätes (den hat der Hersteller Bosch sicher nur völlig grundlos eingebaut) und bearbeitet das Gehäuse dermaßen mit dem Hammer, bis ausreichend Platz für den (unheimlich wichtigen) Kopierschutzsockel geschaffen wird.

Dann baut man den bereits erwähnten Sockel ein und legt ein völlig unpassendes Kabel nach außen und zwar so, dass dieses vom Deckel ordentlich gequetscht wird.

Etwaige Kontakte der zusätzlichen Elektronik, welche durch zuwenig Hammereinsatz am Deckel unter Umständen das Gehäuse berühren und somit einen Kurzschluss verursachen könnten, deckt man gekonnt und höchst professionell mit einem losen Stück Isolierband ab.
Fertig.
Das Ergebnis sah dann so aus.
Auf die Funktion und Zuverlässigkeit dieser "Konstruktion" muss wohl nicht näher eingegangen werden.

 


Kandidat 2:

Dieser „Künstler“ klebt einfach seine „hoch qualifizierte Zusatzelektronik“ mit Hilfe von Silikon
an das Steuergerät und sucht sich, unter Verwendung „sehr passender“ Leitungen, einen Weg
nach draußen. Dieser Weg kann nun bequem auch als Eingang für etwaiges Regenwasser in
das Steuergerät genutzt werden.

Auch hier sieht man deutlich die Spuren, die das Wasser hinterlassen hat, nachdem es das
Fahrzeug mitten in der Nacht lahm gelegt hat. Natürlich auf einer Autobahn und bei strömendem
Regen sowie Temperaturen von nur knapp über dem Gefrierpunkt.
Der Kunde war darüber, wie mal sich leicht denken kann, "höchst erfreut".


Und dann gibt es da noch die Spezialisten, die es sogar schaffen an einem Fahrzeug an dessen Steuergerät für den Tuningvorgang gar nicht mehr gelötet werden muss, die Gehäuse und Abdeckungen rund um das Steuergerät sowie die Zentralelektrik so zu beschädigen oder unfachmännisch zusammenzubauen, dass ebenfalls Wasser eindringen kann.
Die Folgen sind offensichtlich.




Einem „echten Fachmann“ ist beim Einspielen einer seiner geistigen Ergüsse über die Diagnoseschnittstelle ein kleines „Hoppala“ unterlaufen.

Gut, würde sich einer vom Fach vielleicht denken, das ist ja an sich nicht so schlimm, denn es gibt ja durchaus Mittel und Wege um solche kleinen Missgeschicke wieder auszubügeln.

Dafür muss man allerdings das Steuergerät ausbauen und öffnen und mit dem Einspielen der passenden Software über die "Hintertür" lässt sich so was problemlos reparieren.
Dass selbst solche einfachen Aufgaben so manchen Anbieter bereits überfordern, und was dabei rauskommt wenn Unwissenheit gepaart mit Unfähigkeit auf so eine Aufgabe trifft, beweisen die obigen Bilder doch recht eindrucksvoll.


Und weil es so schön ist: Geschichten, die das Leben schrieb.

Die folgenden zwei Vorfälle wollen wir Ihnen ebenfalls nicht vorenthalten.
Sie zeigen unter anderem auf, mit welch „schmutzigen“ Tricks zum Teil gearbeitet wird.

Die erste Geschichte wurde uns von 2 Betroffenen berichtet und etwas später auch noch
von einigen weiteren Personen sowie einer unserer Partnerwerkstätten bestätigt.

Zum besseren Verständnis der Vorfälle sind vorab 3 Basisinformationen nötig.

  1. Praktisch alle modernen Steuergeräte sind „adaptiv “.
    Das bedeutet, dass sie sich den gegebenen Situationen anpassen können.
    Dies betrifft sowohl den Fahrstil mit dem ein Fahrzeug bewegt wird, als auch verschiedene
    äußere Umstände. (z. B. verwendete Treibstoffqualität, usw.) D.h., bei einem Motor, der über längere Zeit nie gefordert wurde, adaptiert sich dieses Steuergerät auf eben diesen Fahrstil und optimiert ihn dahingehend.
    Umgekehrt findet auch eine gewisse Adaption in Richtung Sportlichkeit statt, wenn der Motor entsprechend beansprucht wurde.
    Es geht dabei nicht um große Differenzen.
    Diese Adaptionen bewegen sich im einstelligen PS Bereich. Ein geübter „Popo“ kann diese kleine Differenz jedoch durchaus erfühlen.

  2. Bei den in den TDi Fahrzeugen verwendeten Steuergeräten kamen bis ca. 1996 ausschließlich sogenannte EPROM-Speicher zum Einsatz EPROM steht für Eraseble Programmable Read Only Memory und bedeutet, dass es sich dabei prinzipiell um einen Festwertspeicher handelt, der also primär nur gelesen werden kann.
    Wieder programmierbar ist dieser Speicher zwar prinzipiell auch, jedoch nur mit einem speziellen Programmiergerät (außerhalb des Motorsteuergerätes), und wenn er zuvor mit einem eigens dafür vorgesehenen Löschgerät gelöscht wurde.
    Dieser Löschvorgang ist nur mittels UV Licht möglich.
    Hierfür müsste zumindest das Steuergerät ausgebaut und geöffnet werden.
    Für den Programmiervorgang muss der Festwertspeicher definitiv aus dem Steuergerät ausgebaut und in das Programmiergerät eingesetzt werden.
    Das Löschen und Programmieren ist innerhalb des Steuergerätes also de facto nicht möglich.

  3. Moderne TDi Steuergeräte (ca. ab Modelljahr 2000) besitzen hingegen einen Flashspeicher.
    Dieser kann in der Tat über die Diagnoseschnittstelle gelöscht und neu programmiert werden, OHNE das Ausbauen und Zerlegen des betreffenden Steuergerätes.
    Zur Info: Werkstätten können mit Hilfe dieser Diagnoseschnittstelle Fehlercodes abrufen und löschen.

Nun zur eigentlichen Story.
Jeder, der sich heutzutage etwas mit dem Thema beschäftigt, findet schnell heraus, dass viele Anbieter diese Möglichkeit der OBD-Programmierung offerieren und dies oftmals auch als unsichtbar oder spurlos bezeichnen.
(Jemand, der wirklich eine Ahnung von Steuergeräten und deren Einsatz hat, kann solch einen Eingriff jedoch leicht nachweisen.

Nun hat sich ein findiger Geschäftsmann wohl scheinbar gedacht:
Warum sollte man bei Steuergeräten mit EPROM-Speicher nicht einfach nur so tun als ob man ein Tuning einspielen würde und die Vorzüge der Adaption, wie oben beschrieben, nutzen ?
Wir wollen nochmals festhalten, dass ein Einspielen von Daten bei EPROM-Speichern auf diese Weise definitiv nicht möglich ist.

Das Ganze läuft in der Praxis dann so ab.

Der „Tuner“ verbindet seinen Laptop über die Diagnoseschnittstelle mit dem Fahrzeug, startet
irgendein Diagnoseprogramm und tut so, als würde er ein Tuning einspielen.
Anschließend erklärt er dem Kunden, dass das Steuergerät die getunten Daten erst lernen muss und dass dies bis zu 1000 gefahrene km in Anspruch nehmen kann.
Dem Kunden werden daraufhin 200,- EURO (ohne Quittung versteht sich) abgenommen und der Fall ist
erledigt.

Der Kunde macht sich natürlich sofort auf den Weg und versucht herauszufinden, wie hoch die Mehrleistung durch das „Spitzentuning“ wohl ausgefallen ist.
Dazu wird das Fahrzeug mehrfach voll beschleunigt und sehr sportlich gefahren.
Nach einer guten halben Stunde macht sich auch tatsächlich ein kleiner Unterschied zu vorher bemerkbar.
Dass die Mehrleistung nicht sehr üppig ausfällt stört den Kunden nicht, war doch auch der Preis sehr gering.

Was ihn jedoch sehr wohl stören würde, ist die Tatsache, dass er diese Mehrleistung aufgrund der unter Punkt 1 beschriebenen Adaption auch ohne die äußerst geschäftstüchtige Hilfe des Tuners bekommen hätte.

Er wird wohl nie erfahren, welcher Abzocke er zum Opfer gefallen ist.


Zu guter Letzt noch ein Fall, der aus unserer Sicht an Dreistigkeit wohl kaum zu überbieten ist.

Dabei wurden wir von einem zunächst unbekannten Kunden telefonisch kontaktiert und ganz
prinzipiell befragt, ob wir in der Lage wären Motorsteuergeräte zu reparieren.
Dies wurde von uns bejaht.
In dem darauf folgenden Gespräch kamen ein paar seltsame Details ans Tageslicht.
Wir fragten gezielt.
Nach und nach legte uns der Kunde die erschreckenden Fakten auf den Tisch.

Demnach wurde der Kunde, noch etwa 3 Stunden zuvor stolzer Besitzer eines einwandfreien Audi A4 Cabrios, offenbar über die Anzeige in einer Fachzeitschrift auf einen Anbieter aufmerksam, welcher „Chiptuning vom Profi“ zu echten Diskontpreisen anzubieten schien.

Ein kurzer Anruf bei der dort angegebenen Handynummer sollte die Details klären.
Es stellte sich später heraus, dass es sich hierbei um eine Prepaid-Nummer (eine keinem Besitzer zuweisbare Nummer) handelte.
Bei diesem Gespräch wurden viel versprechende Leistungsdaten genannt sowie ein Preis der den Kunden endgültig überzeugte das Angebot anzunehmen.
Als Treffpunkt wurde ein Autobahnparkplatz ausgemacht.
Der so genannte „Tuner“ erschien sehr pünktlich und machte laut Angaben des Kunden insgesamt einen sehr seriösen Eindruck.
Nach kurzem Plaudern schritt man zur Tat.

Es wurde ein Laptop an die Diagnoseschnittstelle des A4 Cabrios angeschlossen und versucht irgendwelche getunten Daten einzuspielen.
Dies funktionierte auch (beim dritten Versuch) erfolgversprechend.
Es wurden die vereinbarten 300,- EURO bezahlt und man verabschiedete sich.
Nun versuchte der Kunde erwartungsvoll sein Cabrio zu starten, doch leider ohne Erfolg.
Der Starter drehte sich zwar hörbar, ansonsten machte das 50.000,- EURO teure Gefährt aber keinen Mucks mehr.

Der sichtlich irritierte „Tuner“ versuchte daraufhin mehrfach den Seriendatenstand wieder einzuspielen, in der Hoffnung der Motor würde wenigstens wieder seinen serienmäßigen Dienst versehen.
Er scheiterte jedoch kläglich.

Nach einer halben Stunde und etwa 15 weiteren erfolglosen Versuchen klappte der Anzug und Krawatte tragende seriöse Tuner seinen Laptop zu und meinte noch, er habe leider einen wichtigen Termin.
Setzte sich daraufhin wortlos in einen neuen 5er BMW und fuhr einfach davon.

Gutgläubig wartete der Kunde noch eine Stunde auf seinen Tuner, da dieser doch bestimmt mit einem Ersatzsteuergerät wieder zurück kommen würde.
Nachdem auch mehrmalige Anrufe auf dessen Handy zu keinem Erfolg führten, wurde dem Kunden klar was hier ablief.
Vom Abschleppdienst in eine Vertragswerkstatt gebracht, ging es nun an die Fehlersuche.
Nun sind die Möglichkeiten einer Vertragswerkstätte naturgemäß sehr eingeschränkt, um solche Fehler zu reparieren.
Die einzige Alternative die blieb, war der Tausch des Steuergerätes gegen ein Neues im Wert von 1.200,- EURO. Inklusive Ein- und Ausbau sowie das Anpassen der Wegfahrsperre entstand dem Kunden ein Schaden von 1.500,- EURO.
Doch damit noch nicht genug.
Die Lieferzeit bei einer Werksbestellung der meisten Motorsteuergeräte beträgt mindestens 3-5 Tage.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Kunde sein Fahrzeug auch beruflich täglich benötigt, wohl doppelt bitter.
Ein Mitarbeiter des Autohauses, es handelt sich dabei um einen langjährigen Kooperationspartner von uns, gab dem Kunden dann den Tipp, sich mit uns in Verbindung zu setzen. ....

Eine entsprechende Schadenersatzklage gegen den seriösen Tuner (nach ein paar Wochen Recherche hatte der Kunde nämlich herausgefunden, um wen es sich dabei tatsächlich handelte) wurde aufgrund mangelnder Beweise (Zeugen), und auch weil es weder bei dem Herrn selbst noch bei seiner Firma etwas zu holen gab, eingestellt.


Soviel zum Thema Know-how oder Abzocke!



 

Update1:

Neuer Fall zum Thema Kundennepp:
Dieser scheint nun wieder um eine (höchst fragwürdige) Facette reicher zu sein.
Wie dreist die so genannten (oft selbst ernannten, jedoch meist ahnungslosen) Tuningspezialisten die Kunden über den Tisch ziehen, kann man ja eindrucksvoll an den bereits angeführten Beispielen erkennen.
Aber scheinbar kennt der "programmierte" Wahnsinn auch hier keine Grenzen und nimmt nun neue, noch nie da gewesene Dimension an.
Zumindest kommt man zwangsläufig zu diesem Schluss, wenn man sich die jüngsten Fälle genauer ansieht die uns hier untergekommen sind.

Einem solchen Scharlatan sind nun (unter anderem) zwei junge Mechaniker zum Opfer gefallen, die Mitarbeiter eines Autohauses sind - welches eigentlich eines unser langjährigsten Kunden überhaupt ist - und die es somit eigentlich besser hätten wissen müssen.
Aber die "Geiz ist geil - Mentalität" ist offenbar doch stärker als das Risikobewusstsein über den Tisch gezogen zu werden und lässt sogar Leute vom Fach wider besseren Wissens, wegen dem einen oder anderen Hunderter, den man sich eventuell ersparen könnte, in diese Falle tappen.
Im konkreten Fall sollten gleich mehrere Fahrzeuge auf einmal getunt werden, da sich dies (zumindest laut Angaben des Anbieters) "positiv" auf den Preis auswirken würde.
Wie das letztendlich zu verstehen sein wird, wird erst viel später klar werden.
Verabredet wird sich (wie das halt heutzutage üblich ist) über Facebook oder andere soziale Netzwerke.
Der Tuner erschien dann pünktlich am vereinbarten Treffpunkt und machte (das bestätigten uns die beteiligten Kunden und auch alle anderen Anwesenden einhellig) ebenso wie seine professionell wirkende Homepage einen ausgesprochen seriösen Eindruck.
Nun machte sich der Herr Tuner sogleich ans Werk und zerstörte prompt gleich das erste Steuergerät eines praktisch neuwertigen Audi A3 beim Öffnen desselbigen.
Die Schuld für den Steuergerätetod schob er auf den besagten Mechaniker und Besitzer des Fahrzeuges der das Steuergerät aus dem Fahrzeug ausgebaut hatte (exakt nach Vorschrift des Fahrzeugherstellers, wohlgemerkt).
Dass das Fahrzeug bis unmittelbar vor seinen Eingriff fehlerfrei funktioniert hatte, ließ er nicht gelten und wies weiterhin jede Schuld von sich.

Damit nicht genug, weigerte sich dieser dann auch noch die bereits bezahlten € 300,- (selbstverständlich ebenfalls ohne Rechnung) zurückzugeben.
Insgesamt entstand dem Kunden somit ein Schaden von € 1.500,- denn das neue Steuergerät alleine kostete € 1.200,- ohne Einbau und Anpassung der Wegfahrsperre, versteht sich.
Wie ahnungslos solche Anbieter tatsächlich sind, lässt sich eindrucksvoll an ihren dilettantischen Handlungsweisen erkennen.
Der Tuner in diesem Fall schickte dem geschädigten A3 Besitzer nämlich Tage später ein gebrauchtes Steuergerät von einem Teileverwerter (quasi als Ersatz für das von ihm zerstörte), das ursprünglich aus einem VW Tiguan stammte.
Die Tatsache, dass dieses in dem A3 (logischerweise) nicht richtig funktionierte, rief beim Tuner bloß Verwunderung hervor.
Damit waren die glorreichen Taten dieses Zeitgenossen, der seinen Firmensitz übrigens in der tschechischen Republik hat (warum wohl ?) jedoch hier in Österreich äußerst aktiv zu sein scheint, allerdings noch lange nicht beendet.
Einem weiteren Mechanikerkollegen der einen nagelneuen Audi A5 besitzt, redete er nach vollbrachtem Werk ein, dass sein Wundertuning für das er ihm "nur" € 150,- abnahm (selbstverständlich ebenfalls ohne Rechnung) erst von einem Speicher des Steuergerätes in einen anderen "wandern !!!" müsse, und dies mehrere tausend Kilometer in Anspruch nehmen würde, bevor die Mehrleistung spürbar wird.
Denselben Schwachsinn verbreitet dieser fragwürdige Anbieter übrigens auch auf seiner Webseite.
Der gutgläubige Kunde (ebenfalls ein Mechaniker und somit mit Sicherheit kein Laie sondern durchaus ein Mann vom Fach) fuhr mehr als 3.000 km und stellte keinerlei Unterschiede zum Serienzustand des Fahrzeuges fest.
Der Anbieter war danach telefonisch kaum mehr zu erreichen und wenn dann wurde der Reklamierende nur mit aberwitzigen Aussagen und Ausreden abgewimmelt.
Der daher höchst verunsicherte Kunde wandte sich dann mit der eher ungewöhnlichen Bitte an uns zu überprüfen ob das Fahrzeug denn überhaupt getunt sei.
Dies verwunderte uns doch sehr, denn wenn man für eine Produkt (in diesem Falle eine Software) etwas bezahlt, (dachten wir zumindest bis zu diesem Tag) dann kann man auch davon ausgehen das man eine solche erhalten hat, unabhängig von der Qualität desselben freilich.

Dass dem nicht zwangsläufiger immer so ist, wird sich im weiteren Verlauf des Falles, für den Kunden schmerzhaft, zeigen.
Als wir das Steuergerät zu Gesicht bekamen, waren wir erst einmal geschockt, wie unfachmännisch man ein Steuergerät überhaupt öffnen kann, siehe hier:
 
Die nächste Fahrt durch eine Waschstrasse oder einen starken Niederschlag hätte dieses Steuergerät mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr überlebt.
Glücklicherweise trat dies in den 6 Wochen die seit dem Eingriff vergangen waren nicht ein, denn dann wäre auch dieses über €1.000,- teure Steuergerät ein Fall für die Tonne gewesen.

Dass der so genannte Tuner vergessen hat (oder auch absichtlich darauf verzichtet) das Steuergerät wieder mit Dichtmasse zu verschließen, ist in Anbetracht dessen was wir im weiteren Verlauf des Falles noch herausfinden werden jedoch schon fast nebensächlich.

Was dann nämlich zu Tage kam, lässt sich wohl nur mehr unter dem Begriff vorsätzlicher Betrug zusammenfassen, denn außer dem höchst unfähigen Öffnen und dem noch dilettantischeren Verschließen des Steuergerätes bzw. dem gekonntem Erzählen von Märchen (wir erinnern uns an die ominöse Datenwanderung von einem Speicher in den anderen), hat dieser herzlich wenig geleistet.
Die Software darin war nämlich zu 100% serienmäßig, was wiederum eindrucksvoll erklärt, warum kein Leistungszuwachs spürbar war.

Bei einem dritten Fahrzeug einem 3er BMW war ebenfalls nach dem Öffnen des Steuergerätes durch den Tuner die Funktion desselben nicht mehr gegeben.
Allerdings war der BMW Besitzer etwas "schmerzbefreiter" als der A3 Kunde, denn dieser ließ das Fahrzeug kurzerhand abschleppen und das Steuergerät vom Fahrzeughersteller auf Garantie tauschen.
Die Rechnung ging für den Kunden letztendlich auf, da BMW das defekte Steuergerät nicht anforderte und daher auch nicht entdeckte, dass hier ein Fremdverschulden vorlag, welches von der Herstellergarantie logischerweise nicht gedeckt gewesen wäre.

Dass die Fahrzeughersteller angesichts solcher Praktiken keine große Freude mit uns Tunern im allgemeinen haben und daher extrem viel Aufwand betreiben und horrende Beträge in die Entwicklung von Schutzmechanismen stecken, die die Veränderung der Software dann erschweren oder sogar ganz verhindern, ist so gesehen wieder irgendwie verständlich, oder ?

Das bitte jetzt nicht falsch zu verstehen:
Nobody is perfect, und nur wo überhaupt nicht gearbeitet, wird passieren gar keine Fehler.
Auch uns ist, von den knapp 20.000 Steuergeräten die seit 1992 durch unsere Hände gegangen
sind, schon das eine oder andere "abgekratzt".

So etwas kommt leider vereinzelt vor, wenn man weiß, wie man mit den Dingern umzugehen hat, allerdings -Gott sei Dank- sehr selten.
Unsere seit etwas über 20 Jahren dokumentierte Quote liegt hier übrigens etwas unter 0,5 Promille. ;-)
Das Ganze kann ohne eigenes Verschulden durch einen Stromausfall während des Schreibvorganges oder andere widrige Umstände, ebenso wie durch Unwissen oder schlicht durch Unfähigkeit verursacht werden.
In all diesen Fällen muss man dann eben (zumindest unserer Überzeugung nach) dazu stehen und das Ganze raschest wieder in Ordnung bringen und zwar so, dass weder dem Kunden selbst (denn dieser kann ja am allerwenigsten dafür), noch einem andern (völlig unbeteiligten wie z.Bsp. dem Fahrzeughersteller) ein Schaden daraus entsteht.


 

Update2:

Bei so manchen "Tuning.- und/oder Reparaturversuchen" diverser Mitbewerber und selbsternannten Spezialisten die uns im Lauf der Jahre untergekommen sind, haben wir uns echt gefragt, ob man das mit reiner Unfähigkeit alleine überhaupt wirklich hinkriegen kann, oder ob da nicht schon absichtliche Zerstörungswut dahinter steckt.
Bestes Beispiel hierzu ein Crafter Steuergerät, welches erst von einem Parkplatztuner erfolgreich getötet, und dann vom (zurecht) verärgerten Kunden zu einen "Wunderheiler" also einen der zahllosen Anbieter von Steuergerätereparaturen, geschickt wurde.

Dieser spezielle Anbieter tritt übrigens massiv im Netz und insbesondere auf diversen Auktionsplattformen (welche kann man sich leicht denken) auf.
Dabei wurde offenbar wirklich viel Aufwand und Geld in diesen Internet-Auftritt investiert, denn der ist (zumindest rein optisch und marketingtechnisch gesehen) höchst professionell und praktisch makellos, inklusive hunderter höchst positiver Kundenrezessionen, in denen der Anbieter in den höchsten Tönen gelobt wird.
Was die meisten potenziellen Kunden nicht wissen:
Auch solche Dinge kann man ganz leicht "faken", was in dem Fall auch dringend nötig war, denn die meisten dieser Motorsteuergeräte kann man nicht reparieren, zumindest nicht mit einem vertretbaren Aufwand.
Die einzige sinnvolle Option hier ist ein gebrauchtes Ersatzteil mit Gewährleistung zu erwerben, am besten von einem Anbieter der wirklich weiß was er tut und auch in der Lage ist die Wegfahrsperre zu klonen oder wenigstens korrekt anzupassen.

Doch zurück zum aktuellen Fall.
Als erstes ist uns aufgefallen, dass der Parkplatztuner einer von der fleißigen Sorte war:

Allerdings waren seine Bemühungen nur maximal 2 mal von Erfolg gekrönt.
12 mal sind diese ganz offensichtlich in die sprichwörtliche Hose gegangen.

Dann hat scheinbar ein „höchst talentierter Steuergerätereparierer“, mit unverkennbarem Drang zur Grobmotorik, versucht in das Steuergerät zu kommen.

Was er dann letztendlich auch tatsächlich geschafft haben dürfte, doch zu welchem Preis ?
Stichwort: Spanabhebende Metallbearbeitung.
Für diese Art der „Reparatur“, die für einen echten Fachmann eigentlich viel eher aussieht wie eine Hinrichtung, wurden übrigens vorab € 300,- kassiert.

7 Stk. SMD Bauteile (Kondensatoren und Widerstände) wurden beim Öffnungsversuch abgerissen und zerstört.
Des Weiteren wurden 2 Leiterbahnen durchtrennt und der Speicher der die fahrzeugspezifischen Daten wie Fahrgestellnummer und Wegfahrsperrendaten enthält beschädigt.

Darüber hinaus haben wir 6 Stk. lose „herumfliegende“ Metallsplitter im Steuergerät entdeckt, die höchst wahrscheinlich beim „fachmännischen“ Öffnen am Gehäuse entstanden und dann in das Steuergerät geraten sind.
Alle waren groß genug um locker Kurzschlüsse an den Anschlüssen der integrierten Schaltkreise im Steuergerät zu verursachen.

Fazit der ganzen Aktion:
€ 400,- oder vielleicht € 500,- beim Tuning gespart, und € 1.300,- für ein neues Steuergerät, plus € 200,- Arbeitszeit für den Ein.- und Ausbau sowie das Anpassen der Wegfahrsperre, plus € 300,- für einen gescheiterten Reparaturversuch investiert.
Vom Ärger und dem Zeitverlust ganz zu schweigen.
Insgesamt also € 1.800,- in den Sand gesetzt, nur um sich vielleicht ein paar Hunderter zu sparen und getunt ist das Fahrzeug damit natürlich auch noch immer nicht.
Ein echt gutes Geschäft, oder ?



 

Update 3:

Üblicherweise beschäftigen wir uns nicht mit Steuergeräten von Fremdmarken (hier konkret von einem Opel) doch wurden wir vom Chef einer freien Werkstätte die schon seit vielen Jahren treuer TuneLine Kunde ist, um unsere Mithilfe in diesem speziellen Fall gebeten, da ihn dieser schon seit geraumer Zeit
[Zitat]
zur Verzweiflung und nahe an den Nervenzusammenbruch.
[Zitat Ende]
gebracht hat.
Dabei handelte es sich wie gesagt um ein Steuergerät von einem Opel Astra Diesel, das für die Einspritzung zuständig ist und das nach Angaben des Fahrzeugbesitzers bereits mehrmals  zu einer Firma zur Reparatur geschickt wurde, die ebenfalls im Netz allgemein und im speziellen auch auf Auktionsplattformen höchst präsent ist.

Nach dem Öffnen desselbigen hat uns fast der Schlag getroffen.
Das was hier zu sehen war lässt sich rational wohl nur wie folgt erklären.

So sieht es aus wenn ein derartiger „Steuergerätereparierer“ ein neues „Schweißzeug“ angeschafft und dieses auch gleich am lebenden Objekt ausprobiert hat.

Jeder weitere Kommentar überflüssig!

 


 

Update 4:

Hier wollte sich der Tuner offensichtlich die Arbeit erleichtern, was ebenfalls gründlich in die Hose ging.
Zu Erklärung:
Bei einigen Fahrzeugen ist das Motorsteuergerät mit einem Diebstahlschutz versehen
Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen Metallbügel der mittels Abriss-Schrauben so am Steuergerät fixiert ist, dass dieses nicht abgesteckt bzw. demontiert werden kann.
Normalerweise entfernt man diesen Diebstahlschutz indem man die Abriss-Schrauben erwärmt und diese dann mit einer Wasserpumpenzange herausdreht. (Herstellervorgabe)
Alternativ kann man auch mit der Luftsäge einen Schlitz in den Schraubenkopf sägen und diese dann mit einem geeigneten Schraubendreher entfernen.
Dieser Tuner, der von Elektronik ganz offensichtlich herzlich wenig Ahnung hatte, war zugegebenermaßen recht kreativ was das Entfernen der Abriss-Schrauben betrifft.
Er hatte kurzerhand Muttern auf die Köpfe der Abriss-Schrauben geschweißt, was das Entfernen derselben sicher ungemein erleichtert hat, allerdings war, wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, das Steuergerät nach dieser Aktion Schrott.

 

 


 

Update5:

Abschließend hier noch eine kleine Zusammenfassung an mechanischer Schäden die uns im Laufe der Jahre untergekommen sind.
Verursacht allesamt durch (nicht sonderlich hochwertige) Tuningsoftware und nur einige davon stammten von so genannten Parkplatztunern, also dem bekanntermaßen wirklich allerletzten Glied der Tuning-Nahrungskette um das mal „freundlich“ auszudrücken.
Da waren auch durchaus bekannte Anbieter aus der Abteilung „Glaspalast“ dabei.
Näheres dazu können Sie übrigens unter der Rubrik „Die Tuningfalle“, an anderer Stelle auf unserer Seite, nachlesen.
Die Bilder wurden uns zum Teil von den reparierenden Werkstätten (die häufig unsere eigentlichen Kunden sind) zur Verfügung gestellt.

 

Motorschaden.
Die meisten Kunden möchten natürlich möglichst viel Leistung für Ihr Geld bekommen.
Das ist irgendwie logisch und auch nachvollziehbar.
Dass das Ganze aber auch seine Schattenseiten hat, kann man hier ganz deutlich erkennen.
Ein Kunde der mit der von uns angebotenen Leistungssteigerung nicht zufrieden war, ging zum Mitbewerb und ließ sich eine spezielle, für sein Fahrzeug abgestimmte, Version auf dem Prüfstand anfertigen.
Das Ergebnis nach etwa 5.000 km:
Ein Loch im Kolben auf Grund thermischer Überbeanspruchung.
Die Konsequenz:
Ein kapitaler Motorschaden, Schleifspuren an der Zylinderwand inklusive.
Reparaturkosten: 5-stellig, in Euro wohlgemerkt nicht in Sloty !!!

 

 

Loch im Auslassventil.
Auch das kann unter Umständen passieren, wenn es ein Tuner aus Unwissenheit übertreibt oder es einfach nur „zu gut gemeint hat“.
Wobei das an und für sich kein typischer Schaden auf Grund von thermischer Überbeanspruchung ist.
Normalerweise geben die Kolben hier viel früher den Geist auf.
Tatsche ist aber auch, dass der Schaden mit dieser Software zweimal am selben Fahrzeug aufgetaucht ist und zwar innerhalb von ca. 20.000km.
Nach dem Entfernen der Software jedoch seltsamerweise nie wieder und mittlerweile hat der Motor weit über 100.000km auf dem Buckel.

 

 

Stegriss.
Das hier wiederum ist ein Klassiker unter den Schadensbildern verursacht durch Überbeanspruchung.
Wenn die Spannungen im Material auf Grund extremer Temperaturunterschiede zu groß werden, gibt dieses irgendwann einmal nach und an der schwächsten Stelle, in diesem Fall eben zwischen Auslasskanal und Glühkerze, entsteht ein Riss.
Auch hier war der Motorschaden im wahrsten Sinne des Wortes (vom Tuner) „vorprogrammiert“ auch wenn dieser etwas günstiger ausfiel als im ersten Beispiel, denn der Motorblock selbst blieb hier heil.
Dennoch riss auch diese Reparatur (Zylinderkopf im Austausch mitsamt Arbeitszeit) ein gehöriges Loch in die Haushaltskasse.

 

 

Metallspäne in der Hochdruckpumpe.
Zunächst ein wenig graue Theorie:
Moderne Dieselmotore im PKW und Nutzfahrzeugbereich gibt es praktisch nur mehr in Common-Rail-Ausführung.
Das bedeutet eine einzelne Hochdruckpumpe sorgt, völlig entkoppelt von den Injektoren (Einspritzdüsen), für den nötigen Kraftstoffdruck.
Der so unter Druck gesetzte Kraftstoff wird in ein gemeinsames Sammelrohr geleitet (daher auch der Name) welches dann die einzelnen Injektoren gleichmäßig mit Treibstoff versorgt.
Dieses System ist insofern sehr clever, als dass es dem Programmierer der Steuergerätesoftware, mittels zahlreicher Vor- und Nacheinspritzungen, umfangreiche Möglichkeiten bietet, auf die Verbrennung aktiv Einfluss zu nehmen.
Daher verträgt sich dieses System auch wesentlich besser mit Partikelfiltern als beispielsweise ein Pumpe-Düse-System, welches seine Vorzüge naturgemäß ganz woanders hat.
Allerdings gibt es dadurch auch wesentlich mehr Möglichkeiten für den Programmierer hier etwas völlig Grundlegendes falsch zu machen.
Dabei muss man sich eines bewusst sein, die Drücke mit denen man es hier zu tun hat sind wirklich extrem hoch.
Systeme letzter Generation (2016) arbeiten mit Drücken im Bereich von bis zu 2.000 Bar.
Das ist 1000 mal mehr Druck als in einem Autoreifen herrscht, oder 200 mal mehr Druck mit denen beispielsweise sehr gute Hochdruckreiniger arbeiten und selbst damit könnte man sich schon ernsthaft verletzen.
Derart hohe Drücke sind übrigens deshalb von Nöten, weil der Kraftstoff mit steigendem Druck einfach feiner zerstäubt werden kann, was hier absolut erwünscht ist, da sich dadurch die Verbrennung maßgeblich verbessert.
Daher ist der Fahrzeughersteller natürlich bestrebt, möglichst viel Druck aus den zur Verfügung stehenden Komponenten herauszuholen und lässt hier, im Gegensatz zu anderen Bereichen, nur sehr wenig bis gar keinen Raum für Toleranzen.
Dass auch diesen Drücken mechanische Grenzen gesetzt sind, liegt auf der Hand.
Insbesondere trifft dies auf den Druckerzeuger, also der Hochdruckpumpe selbst zu.
Dies in Kombination mit der Tatsache, dass auch die Fahrzeughersteller (aus oben genannten Gründen) selbst daran sehr interessiert sind möglichst keine Druckreserven zu verschenken, bewirkt das es hier nur ausgesprochen wenig sinnvollen Spielraum für Tuningmaßnahmen gibt.
Das hält die meisten Tuner jedoch nicht davon ab hier kräftig an den entsprechenden Rail-Druck-Kennfeldern „herum zu biegen“.
Dass diese Tatsache nicht zu wesentlich mehr verheerenden Schäden an Railpumpen führt, wie in diesem Fall, ist ausschließlich der äußerst gut gemachten Software des Fahrzeugherstellers geschuldet.
Diese schützt derart wichtige Betriebsparameter des Motors mehrfach mit zusätzlichen Kennfeldern, Kennlinien und zum Teil auch schwer zu findenden Einzelwerten, indem von diesen quasi ein Maximalwert definiert wird, der, auch wenn in den zuständigen Hauptkennfeldern höhere Werte gefordert sind, nicht überschritten wird.
Von diesen zusätzlichen Schutzmaßnahmen (zumindest nicht von allen) haben nur die wenigsten Tuner Kenntnis, ansonsten sehe die Railpumpen-Schadenstatistik definitiv etwas anders aus.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll die Ausnahmen.
Hier wurden alle Schutzmaßnahmen des Steuergerätes ausgehebelt und der Raildruck um gut 10% (200Bar) angehoben.
Die Pumpe konnte dieser Belastung nicht mehr standhalten und gab ihren Geist nach weniger als 10.000km auf, wie man an den Metallspänen am Drucksteller selbst und im dazugehörigen Anschluss an der Pumpe sehen kann.
Reparaturkosten inklusive Tausch der Injektoren, des Rails mitsamt aller Sensoren und Druckregler sowie dem Reinigen und Spülen des gesamten Kraftstoffsystems: ca. € 8.000,-

 

 

Krater im Zylinderkopf.
Wieder ein typisches Schadensbild verursacht durch einen ahnungslosen Tuner dessen Leitsatz wohl gewesen sein dürfte:
„Ladedruck ist durch nichts zu ersetzten außer durch mehr Ladedruck“
Diese Erhöhung von über 350mBar war dem Lader dann scheinbar wohl doch etwas zu viel.
Dieser hat sich direkt auf der Probefahrt nach dem Eingriff (also schon nach wenigen Kilometern) dermaßen aufgelöst, dass eigentlich nur mehr das Turbinengehäuse am Krümmer übrig war.
Vom Rest, also dem Verdichtergehäuse nebst Verdichter, war praktisch nichts mehr übrig.
Die Teile, von denen laut Werkstatt kaum eines größer war als eine Erdnuss, waren im Motorraum und auf der Straße verteilt.
Von diesem Inferno besitzen wir leider kein Bild.
Einige Teile wurden allerdings vom Motor angesaugt und „verarbeitet“.
Davon gibt’s ein Bild.
Bemerkenswert ist in diesem Fall auch das gebrochene Einlassventil.
Die tatsächlichen Reparaturkosten konnten wir nicht eruieren, da der Besitzer des Fahrzeugs dieses nicht reparieren ließ, sondern mitsamt dem Motorschaden verkaufte.
Der Kostenvoranschlag der Werkstätte war allerdings 4-stellig und zwar gerade noch.

 

 

Welche Kräfte bei einem ATL wirken wird auch im folgenden Fall deutlich.
Auch hier wurde der Ladedruck, zumindest für unser dafürhalten, zu stark angehoben, wenn auch nicht im dem Maße wie im Fall davor.
Dennoch ist scheinbar auf Grund einer Überbeanspruchung die Welle des Laufzeugs gebrochen und das Verdichterrad hat sich mit seinen 160.000 Umdrehungen pro Minute (bei Volllast) seinen Weg nach draußen gesucht.
Das dabei praktisch das gesamte Verdichtergehäuse vom Rest des Laders abgebrochen ist, ist ebenso beeindruckend wie die wenigen Überreste die vom Verdichterrad noch übrig geblieben sind.
Dieser Schaden blieb für den Fahrzeugbesitzer jedoch noch vergleichsweise günstig, da der Rest des Motors auf Grund eines glücklichen Zufalls nichts abgekriegt hatte: € 1.800,-

Eines allerdings ist allen Fällen hier gemeinsam:
Die Investition in eine solide, vernünftige Tuningsoftware die vielleicht ein paar Hunderter mehr gekostet hätte, wäre unter dem Strich wohl die bessere Wahl gewesen. ;-)

 


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