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Audi RS4 4,2lt. V8 420PS (BNS)

Fehlerbild:
a.) Fahrzeug spring sporadisch nicht an (keine Reaktion vom Starter, nicht mal ein Klacken)
Das Anrollen funktionierte jedoch immer.
b.) Wenn der Motor jedoch lief, war bis ca. 4000 1/min alles völlig normal, darüber leuchtete die Ladekontrolle und die Bordspannung ging sichtbar in die Knie (alle Lichter wurden dunkler).
c.) Keine Diagnose-Verbindung zu sämtlichen Steuergeräten am Antriebsstrang (Motor, ABS, Airbag, usw.)

Die zuvor damit betrauten Werkstätten tauschten, Anlasser (Startermotor), Generator (Lichtmaschine), den elektrischen Teil des Zündschlosses (keine Ahnung warum) und die beiden,
für den Anlasser zuständigen, Relais im Motorraum, alles ohne Erfolg.
Dass diese Fehler nicht gleichzeitig aufgetaucht sind, sondern einzeln, jeweils NACH einem erfolglosen Werkstattbesuch, darüber informierte uns der Fahrzeugbesitzer (zumindest vorerst) leider nicht.
Ein Kurztest ergab, dass die Diagnose-Verbindung an zentraler Stelle (Gateway) sehr wohl möglich war.
Also kam hier nur mehr die entsprechende Kabelverbindung oder der Diagnoseanschluss selbst als Ursache in Frage.
Die Kabel waren rasch durchgemessen und der eigentliche Fehler, ein gebrochener Pin am Diagnose-Anschluss, gefunden.
Danach widmeten wir uns der Starter- Lichtmaschinenproblematik, wobei das Anlasserproblem leider nur sehr sporadisch, oft tagelang gar nicht, auftauchte.
Der Startknopf und die beiden Relais für die Ansteuerung des Starters, sowie die entsprechenden Leitungsverbindungen wurden geprüft und für „gut“ befunden.
Auch die Verbindung von den Starterrelais zum Anlasser (KL.50) hatten wir geprüft,
diese war ebenso unauffällig.
Der Anlasser selbst war augenscheinlich neu und sowohl die Hauptstromversorgung von der Starterbatterie, als auch die Ansteuerung von den Relais schien fehlerfrei.
Viel bleibt hier als mögliche Ursache für die Startprobleme nicht mehr übrig.
Die „direkte“ Bestromung des (nagelneuen)  Anlassers führte erst auch zu keinem Ergebnis,
was uns kurz an dessen korrekter Funktion zweifeln ließ.
Die Tatsache, dass es bei diesem Versuch zu leichter Funkenbildung an den Kontaktstellen kam,
brachte uns dann doch zum eigentlichen Problem, einer schlechten Masseverbindung, da das entsprechende Massekabel an der Antriebseinheit offenbar nicht richtig befestigt (locker) war.
Das Problem mit der Ladekontrolle ab 4000 1/min war damit ebenfalls behoben, was nicht weiter verwundert, da der Generator ja dieselbe Masseleitung nutzt.